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Duisburg-Rheinhausen,
St. Joseph
Die Verbindung von St. Joseph in Rheinhausen und den Breil'schen Orgelbauwerkstätten in
Dorsten bestehen laut Aktenlage schon einige Jahrzehnte. So wurden die Werkstätten Breil im
Februar 1954 von der Kirchengemeinde zur Aufstellung eines Kostenanschlages für den Bau
einer neuen Orgel für das im Krieg zerstörte Instrument gebeten. Im September 1954 wurde
der Orgelbau-Vertrag unterzeichnet.
Am 2. Oktober 1955 war es dann soweit, die neue Orgel mit 27 Registern, verteilt auf
Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal erklang zum ersten Mal. Die Orgel in Rheinhausen war
insofern etwas Neues, weil sie nicht mehr wie seinerzeit noch üblich nach dem sogenannten
Kegelladensystem mit Freipfeifenprospekt, sondern nach dem Schleifladensystem mit
mechanischer Spiel- und Registertraktur und Aufstellung in Gehäusen gefertigt wurde
(s. a. untenstehendes Foto der Orgel).
Im Jahre 1990 erhielt das Instrument eine neue Spieltraktur einschließlich eines neuen
Spieltischchassis und Verbesserungen im Ventilbereich, sodass sich das Instrument
fortan angenehmer und leichter spielen ließ.
Im Jahre 2007/2008 wurde nach Beschluss im Kirchenvorstand unter Vorsitz Ihres Pastors Peter
Teller - Weyers  das stark verschmutzte Instrumente gereinigt und einer
gründlichen Durchsicht unterzogen und das Pfeifenwerk sorgfältig nachintoniert.
Nachfolgend die Disposition:

Disposition von 1954

Hauptwerk-Manual II

  1. Quintadena 16'
  2. Prinzipal 8'
  3. Gemshorn 8'
  4. Oktave 4'
  5. Gedacktflöte 4'
  6. Oktave 2'
  7. Mixtur 4-6fach
    1 1/3'
  8. Zimbel 3fach 1/2'
  9. Trompete 8'

Rückpositiv-Manual I

  1. Gedackt 8'
  2. Prinzipal 4'
  3. Rohrflöte 4'
  4. Blockflöte 2'
  5. Nasat 1 1/3'
  6. Oktave 1'
  7. Sesquialtera 2f.
  8. Scharf 4f. 1'
  9. Dulzian 16'
  10. Trichterregal 8'
    Tremulant

Pedal

  1. Subbass 16'
  2. Prinzipal 8'
  3. Gedackt 8'
  4. Quintaden 4'
  5. Nachthorn 2'
  6. Mixtur 5f. 2'
  7. Posaune 16'
  8. Trompete 4'
Besonders charakteristisch ist die Farbigkeit des Orgelklanges und das Klangbild,
das noch einiges vom damaligen Klangverständis zeigt.
 
   


Die Rückpositivanlage während der Arbeit



Blick in das Rückpositiv 

 
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