|
Zwischen 1737 und 1747 ließ Clemens August, Fürstbischof von
Paderborn und Münster, durch Johann Konrad Schlaun aus Münster (Erbauer u.a. des
Erbdrostenhofes in Münster) das Jagdschloss Clemenswerth eine sternförmige
Anlage bestehend aus neun Gebäuden samt herrlicher Parkanlage errichten. Eine
der acht äußeren Gebäude beherbergt seit 1741 Kapelle und Klostergebäude der
Kapuziner.
Im Innern der Kapelle integrierte Schlaun hoch oben fast unter der Decke einen
mitraförmigen Orgelprospekt in einer Öffnung, die wie die Tageslicht bringenden
Fenster aussieht (siehe auch Foto). Hinter diesem befindet sich ein Raum, in dem
seit 1981 wieder eine rein mechanische Orgel steht. Bei Installation der Orgel
wurde eine kleine runde Öffnung in Fußboden und Mauer entdeckt, durch die der
Organist seinerzeit das Geschehen am Altar beobachten konnte.
Heute ist die Beobachtungsmöglichkeit etwas moderner. Der Organist schaut jetzt
auf einen Monitor am Spieltisch.
2008 wurde das Instrument gereinigt und nachintoniert, sodass es sich jetzt
wieder in frischem Glanz präsentiert.
Nachfolgend die Disposition:
|